Schulterchirurgie und Ellenbogenchirurgie

Schultergelenk

Das Schultergelenk zählt zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers. Daher erfordert die Behandlung der Schultererkrankungen viel Erfahrung. Patienten haben heutzutage einen gesteigerten Anspruch an sportliche Tätigkeiten und sind im Alter aktiver. Vor diesem Hintergrund müssen Ursachen und Auslöser der Beschwerden differenziert betrachtet und Behandlungsmöglichkeiten individuell erarbeitet werden.
Unser Ziel ist die Zufriedenheit der Patienten durch eine optimale Therapie.

Ihr Ansprechpartner für Schulter- und Ellenbogenerkrankungen ist Dr. Christian Hümmer.

Nachfolgend sind einige Schultererkrankungen aufgeführt.

Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Die sogenannte Kalkschulter (Tendinosis calcarea) ist eine häufige, bevorzugt Frauen betreffende Erkrankung des Schultergelenkes. Es kommt zu Kalkablagerungen in einer der Sehnen der Rotatorenmanschette (80% Supraspinatussehne). Es kann zu spontanen Rückbildungen, aber auch zu chronischen, wiederholt heftigen, entzündlichen Schmerzereignissen kommen. Die genaue Ursache ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Symptome

Die Beschwerden bestehen häufig aus heftigen, teils unerträglichen Schulterschmerzen vor allem in Ruhe und nachts. Der schmerzhaften Phase kann eine beschwerdeärmere oder –freie Phase folgen. Die Symptome sind sehr abwechslungsreich.

Diagnose

Die Diagnose wird durch eine ausgiebige klinische Untersuchung gefolgt von röntgenologischer und sonographischer Bildgebung gestellt. Z.T. ist auch eine kernspintomographische Abklärung (MRT) notwendig.

Therapie

In Einzelfällen wird eine Spontanheilung ohne eigentliche Therapie beobachtet. Größtenteils jedoch ist eine Therapie notwendig. Zunächst sollte immer eine konservative Therapie mit Infiltrationen (Spritze mit Schmerzmittel und ggf. Cortisonzusatz), Stoßwellentherapie und /oder Krankengymnastik gewählt werden. Bei weiterhin bestehenden Beschwerden ist allerdings eine operative Therapie mit arthroskopischer Entfernung des Kalkherdes (Schlüssellochoperation) notwendig. Dies ist eine minimal-invasive Operation mit zwei kleinen Hautschnitten. Die Erfolgsaussichten dieser Operation können mit einem Operationserfolg von 90% als sehr gut bezeichnet werden.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Schulter-Engpasssyndrom (Impingementsyndrom)

In der medizinischen Fachsprache wird das Schulter-Engpasssyndrom als Impingementsyndrom bezeichnet. Es beschreibt die Beschwerden, die entstehen können, wenn der Schleimbeutel und die Rotatorenmanschette (Sehnenplatte) zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdachknochen eingeklemmt werden. Ursächlich können dafür erworbene knöcherne Vorsprünge oder anlagebedingte Schulterdachformen sein.

Symptome

Die Patienten leiden über bewegungsabhängige Schulterschmerzen vor allem bei Überkopftätigkeiten und nachts im Liegen.

Diagnose

Durch spezielle körperliche Untersuchungstests und durch Röntgenaufnahmen wird die Diagnose gestellt. Besteht der Verdacht einer Schädigung der Sehnen im Schultergelenk (Rotatorenmanschette) erfolgt eine weitergehende Diagnostik mit einem Kernspintomogramm (MRT).

Therapie

Bestehen die Beschwerden erst seit kurzer Zeit kann das Impingementsyndrom oft durch Krankengymnastik oder Änderung der Lebensgewohnheiten erfolgreich behandelt werden. Bei längerer Zeit bestehenden Beschwerden und bei strukturellen Ursachen des Schulterengpasses ist meistens eine Schulterarthroskopie mit Beseitigung z.B. der knöchernen Vorsprünge notwendig. Dies ist ein minimal-invasiver operativer Eingriff mit zwei kleinen Hautschnitten.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Rotatorenmanschettenriss

Die Rotatorenmanschette ist eine Sehnenplatte (gebildet aus Sehnen von vier Schultermuskeln), die die Rotation (Drehung) des Oberarmes bewirkt. Diese Sehnenplatte kann entweder akut durch einen Unfall oder durch jahrelangen Verschleiß z.B. auch durch ein Engpasssyndrom reißen.

Symptome

Es besteht häufig ein Bewegungsschmerz mit oder ohne Kraftminderung des Armes. Teilweise strahlen die Schmerzen bis in den Oberarm und Ellenbogen aus. Es kommt zu Nacht- und Ruheschmerzen.

Diagnose

Mit Hilfe einer ausführlichen körperlichen Untersuchung mit speziellen Krafttests und Überprüfung der Schulterbeweglichkeit kann die Diagnose gestellt werden. Weiterführende Untersuchungsmethoden wie Röntgenaufnahmen, Sonographie und Kernspintomographie sind oftmals notwendig, um das Ausmaß des Sehnenrisses und den Zustand der angrenzenden Muskulatur zu beurteilen.

Therapie

Nur in Ausnahmenfällen sollte ein Rotatorenmanschettenriss konservativ behandelt werden. Krankengymnastische Übungen können zur Beschwerdelinderung führen. Prinzipiell empfiehlt es sich allerdings, Rotatorenmanschettenrisse (Sehnenrisse) zu operieren, um die ursprüngliche schmerzfreie Kraft und Schulterfunktion wieder herzustellen. Je nach Rissgröße kann die Operation vollständig arthroskopisch (Schlüssellochtechnik) erfolgen. Bei größeren Sehnenrissen ist es teilweise notwendig, die Operation um einen kleinen Hautschnitt zu erweitern (mini – open Technik).
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Schulterinstabilität

Das Schultergelenk ist das Gelenk mit den häufigsten Verrenkungen (Luxationen) im Vergleich zu anderen großen Gelenken des Körpers. Dies liegt vor allem an der speziellen Anatomie und der großen Beweglichkeit des Schultergelenkes. Die Gelenkpfanne ist im Vergleich zum Oberarmkopf sehr klein. Das Auskugeln des Schultergelenkes kann durch einen Sturz oder bei sportlicher Aktivität verursacht werden. Zumeist ist eine Reposition (Einrenken) des Gelenkes nur durch einen Arzt (ggf. mit Kurznarkose) möglich. Gerade bei jüngeren Patienten und Patienten mit hohem sportlichen Aktivitätsniveau ist das Risiko für ein erneutes Auskugeln des Schultergelenkes hoch. Aus diesem Grund ist zur Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der Schulter häufig eine arthroskopische Schulteroperation (Schulterstabilisierung) notwendig.

Symptome

Nachdem das Schultergelenk wieder eingerenkt wurde besteht häufig trotz zunächst durchgeführter konservativer Therapie ein Instabilitätsgefühl. Manche Bewegungen im Schultergelenk vermitteln dem Patienten ein Gefühl der Unsicherheit. Es kann zu immer wiederkehrenden Verrenkungen (rezidivierende Schulterluxationen) kommen. Langfristig können Schäden im Schultergelenk wie Arthrose und Nervenverletzungen entstehen.

Diagnose

Die akuten Verrenkungen des Schultergelenkes werden leicht durch eine körperliche Untersuchung und durch Röntgenaufnahmen diagnostiziert. Eine chronische Instabilität des Schultergelenkes wird durch spezielle Untersuchungsmethoden und mit Hilfe eines Kernspintomogramms (MRT) festgestellt.

Therapie

Nachdem die akut luxierte (ausgekugelte) Schulter durch einen Arzt wieder reponiert (eingerenkt) wurde erfolgt zunächst eine Ruhigstellung des Armes in einer speziellen Armschlinge.
Bei einer bleibenden Instabilität des Schultergelenkes ist vor allem bei jüngeren Patienten und Patienten mit erhöhtem sportlichen Aktivitätsniveau eine Operation unumgänglich.
Diese Operation erfolgt arthroskopisch (Schlüssellochchirurgie) d.h. mit drei kleinen Hautschnitten. Es werden die verletzten Bänder und Sehnen wieder befestigt (refixiert).
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Schultersteife (frozen shoulder)

Die Schultersteife ist durch eine schmerzhafte Einschränkung oder Aufhebung der Schulterbeweglichkeit charakterisiert. Es gibt zwei Formen der Schultersteife. Die Ursachen der primären Form sind bisher ungeklärt. Sie wird allerdings häufiger bei Patienten mit Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen und anderen Stoffwechselstörungen beobachtet. Die sekundäre Form tritt nach Schulterverletzungen, nach Operationen oder nach lang andauernder Ruhigstellung auf.

Symptome

Die primäre Schultersteife durchläuft mehrere Phasen bis das Gelenk wieder schmerzfrei beweglich ist. Die einzelnen Phasen können sich jedoch über Monate bis Jahre erstrecken, so dass die Patienten teilweise Monate bis Jahre unter ausgeprägten Beschwerden leiden. In der ersten Phase nehmen die Schmerzen bei Bewegung sukzessive zu. In der nächsten Phase kommt eine zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit hinzu. Die Schmerzen werden wieder rückläufig. Erst in der dritten und letzten Phase kommt es zu einer Verbesserung der Beweglichkeit des Schultergelenkes.

Diagnose

Die Diagnose wird hauptsächlich durch eine körperliche Untersuchung gestellt. Um eine andere Ursache auszuschließen ist zumeist eine kernspintomographische Abklärung (MRT) sinnvoll.

Therapie

Die primäre Form der Schultersteife sollte konservativ therapiert werden. Wissenschaftliche Arbeiten haben gezeigt, dass eine Cortisontherapie gute Ergebnisse vorweisen kann. Zusätzlich sind andere konservative Therapien ergänzend möglich. Bei weiterhin bestehenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen und bei der sekundären Form der Schultersteife ist eine operative Therapie sehr erfolgsversprechend. Im Rahmen einer Schulterarthroskopie werden Vernarbungen gelöst und verdickte Gelenkkapselanteile durchtrennt. Anschließend ist eine intensive Krankengymnastik notwendig.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Riss der Bicepssehne (proximal)

Der Oberarm Muskel Biceps (zweiköpfig) verfügt über zwei Sehnen im Bereich der Schulter. Die lange Bicepssehne, die quer durch das Schultergelenk verläuft, ist sehr anfällig für verschiedene Schädigungen wie Sehnendegenerationen, Teilrisse, Abrisse oder Instabilität. Reizungen, Teilrisse oder Instabilität der langen Bicepssehne führen zu bewegungsabhängigen Schmerzen in der Schulter. Komplette Risse der langen Bicepssehne führen zu einem Absenken des Bicepsmuskels in Richtung des Ellenbogengelenkes. Eine Einschränkung der Funktion und der Kraft resultiert daraus nicht.

Symptome

Die Schmerzen entstehen vor allem bei Bewegungen des Armes im vorderen Bereich der Schulter. Zum Teil kann es zu einem Gefühl des *Springens* in der Schulter kommen.
Bei Sportlern, die Wurfsportarten wie Werfen oder Handball betreiben, kann zusätzlich eine schmerzhafte Lockerung des Ansatzes der langen Bicepssehne im Schultergelenk auftreten.

Diagnose

Die Diagnosestellung erfolgt durch eine spezielle körperliche Untersuchung und mit Hilfe eines Kernspintomogramms (MRT).

Therapie

Ist die lange Bicepssehne komplett gerissen bestehen zumeist keine Beschwerden mehr. Eine Operation ist dann eher selten notwendig.
Bei einer Instabilität oder einem Teilriss wird die lange Bizepssehne im Rahmen einer Schulterarthroskopie (Schlüsselloch-Operation) am Oberarm befestigt.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Schultereckgelenkarthrose (AC-Gelenkarthrose)

Das Schultereckgelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Schulterdach (Acromion) und dem Schlüsselbein (Clavicula). Ein Großteil der Bewegungen und Kraftaufwendungen des Armes werden über das Schultereckgelenk auf den Körperstamm weitergeleitet. Daher ist das Schultereckgelenk zwar ein kleines aber wichtiges Gelenk des Schultergürtels. Abnutzungsbedingt oder durch ein stattgehabtes Unfallereignis kann eine Arthrose im Schultereckgelenk entstehen. Sie wird häufig im Rahmen einer kernspintomographischen Abklärung (MRT) als Zufallsbefund diagnostiziert. Ist das Gelenk allerdings stark abgenutzt kommt es zum Teil zu starken Schmerzen bei Bewegung des Armes und bei direktem Druck auf das Gelenk.

Symptome

Bei vorangeschrittener Schultereckgelenkarthrose verspürt der Patient Schmerzen vor allem beim Anheben des Armes über ca. 70° und beim Führen des Armes zur anderen Schulter. Ebenso ist das Liegen auf der betroffenen Seite schmerzhaft. Der Druck auf das Gelenk ist z.T. sehr schmerzhaft.

Diagnose

Durch eine richtige körperliche Untersuchung und mit Hilfe von Röntgenaufnahmen und/ oder einem Kernspintomogramm (MRT) wird die Diagnose gestellt.

Therapie

Sind die Schmerzen durch krankengymnastische Übungen (auch Manuelle Therapie), eine entsprechende entzündungshemmende Medikation oder Infiltration (Spritze mit Schmerzmittel mit ggf. Cortison) nicht in den Griff zu bekommen besteht die Indikation zur operativen Therapie. Es wird im Rahmen einer Schulterarthroskopie eine Resektion des äußeren Schlüsselbeinanteils auf einer Länge von 6-10 mm durchgeführt. Nach der Operation verbleibt keine Funktionseinschränkung des Gelenkes.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Schultergelenkarthrose

Im Vergleich zu anderen großen Gelenken des Körpers wie das Hüft- oder Kniegelenk tritt die Arthrose des Schultergelenkes relativ selten auf. Es wird eine primäre (ohne erkennbare Ursache) von einer sekundären Arthrose (z.B. nach Schulterverletzungen) unterschieden. Die Arthrose zeichnet sich durch einen schmerzhaften Verschleiß des Knorpels aus. Zusätzlich kann es zu Knochenanbauten kommen, die die Bewegung einschränken.

Symptome

Die typischen Beschwerden einer Schultergelenkarthrose treten bei Bewegung und vor allem auch nachts und in Ruhe auf. Zusätzlich besteht oft eine Bewegungseinschränkung. Die Schmerzen treten häufig im Wechsel mit einem schmerzfreien Intervall auf. Eine Kraftaufwendung des betroffenen Armes ist zum Teil nicht mehr möglich.

Diagnose

Die Diagnose einer Schultergelenkarthrose wird anhand von Röntgenaufnahmen und einer körperlichen Untersuchung gestellt. Um eine richtige Therapie planen zu können ist es wichtig zu wissen, in welchem Zustand die Sehnen der Rotatorenmanschette (Sehnenhaube) und die entsprechenden Muskeln sind. Deshalb wird oft zusätzlich eine kernspintomographische Abklärung (MRT) benötigt.

Therapie

Zunächst sollten alle konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden. Dazu gehören vor allem medikamentöse Schmerztherapie, Infiltrationen, krankengymnastischen Übungen und weitere Therapien.
Sind die Beschwerden durch konservative Therapien nicht mehr in den Griff zu bekommen ist eine Operation notwendig. Häufig führt dann nur ein künstliches Gelenk zu einer Beschwerdelinderung.
In Abhängigkeit vom Zustand der Rotatorenmanschette (Sehnenhaube) wird das entsprechende künstliche Gelenk gewählt.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Ellenbogengelenk

Das Ellenbogengelenk ist ein aus drei Teilgelenken bestehendes Gelenk, das den Oberarmknochen mit den beiden Unterarmknochen Elle und Speiche verbindet. Es wird oft stark beansprucht bei alltäglichen Tätigkeiten, beim Sport und im Beruf. Nachfolgend werden einige Erkrankungsbilder aufgeführt und hilfreiche Behandlungen bei Ellenbogenschmerzen beschrieben.

Nachfolgend sind einige Ellenbogenerkrankungen aufgeführt.

Tennisarm, Tennisellenbogen (Epikondylitis humeri radialis)

Beim sogenannten „Tennisarm“ handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand der Sehnenansätze der Unterarmstreckmuskulatur an der äußeren Seite des Ellenbogengelenkes. Der Begriff „Tennisarm“ ist allerdings irreführend. Nicht nur Tennisspieler sind betroffen. Das Problem liegt an einer mechanischen Dauer-, Über- oder Fehlbelastung der Streckmuskulatur des Unterarms. Daher kann jeder Mensch unter dieser Erkrankung leiden.

Symptome

Die Schmerzen treten an der Außenseite des Ellenbogengelenkes vor allem beim Anheben von Gegenständen oder Umwendbewegungen im Handgelenk gegen Widerstand auf. Teilweise entstehen Missempfindungen des Unterarms mit Taubheitsgefühl. Kraftlosigkeit der Hände kann hinzukommen.

Diagnose

Die Diagnose eines Tennisarms wird in erster Linie durch spezielle körperliche Untersuchungen und Tests gestellt. Die Halswirbelsäule sollte in die Untersuchung mit einbezogen werden. Um eine intraartikuläre Ursache der Beschwerden auszuschließen ist häufig eine röntgenologische, sonographische oder kernspintomographische Abklärung (MRT) notwendig.

Therapie

An erster Stelle der Behandlung stehen die konservativen Therapiemöglichkeiten. Eine Linderung der Beschwerden kann durch entzündungshemmende Medikamente und Tragen einer sog. Epikondylitisspange erreicht werden. Oft sind weitere Therapien wie beispielsweise Manuelle Therapie, Stoßwellentherapie und Strahlentherapie notwendig. Dabei ist wichtig, dass schmerzverursachende Bewegungen und Kraftaufwendungen des Unterarmes und der Hand reduziert werden.
Bleibt die beschriebene konservative Therapie jedoch erfolglos, wird die Operationsindikation nach ausführlicher bildgebender Untersuchung (MRT, Röntgen, Sonographie) gestellt.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Golferarm, Golferellenbogen (Epikondylitis humeri ulnaris)

Beim sogenannten „Golferarm“ handelt es sich um einen schmerzhaften Reizzustand der Sehnenansätze der Unterarmbeugemuskulatur an der inneren Seite des Ellenbogengelenkes. Der Begriff „Golferarm“ ist allerdings irreführend. Nicht nur Golfspieler sind betroffen. Das Problem liegt an einer mechanischen Dauer-, Über- oder Fehlbelastung der Beugemuskulatur des Unterarms. Daher kann jeder Mensch unter dieser Erkrankung leiden.

Symptome

Die Schmerzen treten an der Innenseite des Ellenbogengelenkes vor allem beim Seitwärtsschieben von Gegenständen oder Umwendbewegungen im Handgelenk gegen Widerstand auf. Teilweise entstehen Missempfindungen des Unterarms mit Taubheitsgefühl. Eine Kraftlosigkeit der Hände kann hinzukommen.

Diagnose

Die Diagnose eines Golferarms wird in erster Linie durch spezielle körperliche Untersuchungen und Tests gestellt. Die Halswirbelsäule sollte in die Untersuchung mit einbezogen werden. Um eine intraartikuläre Ursache der Beschwerden auszuschließen ist häufig eine röntgenologische, sonographische oder kernspintomographische Abklärung (MRT) notwendig.

Therapie

An erster Stelle der Behandlung stehen die konservativen Therapien. Eine Linderung der Beschwerden kann durch entzündungshemmende Medikamente und Tragen einer sog. Epikondylitisspange erreicht werden. Oft sind weitere Therapien wie beispielsweise Manuelle Therapie, Stoßwellentherapie und Strahlentherapie notwendig. Dabei ist wichtig, dass schmerzverursachende Bewegungen und Kraftaufwendungen des Unterarmes und der Hand reduziert werden.
Der Golferarm ist durch konservative Therapie deutlich erfolgreicher zu behandeln als der Tennisarm.
Bleibt die beschriebene konservative Therapie jedoch erfolglos, wird die Operationsindikation nach ausführlicher bildgebender Untersuchung (MRT, Röntgen, Sonographie) gestellt.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Freie Gelenkkörper

Ein freier Gelenkkörper ist ein aus Knochen, Knorpel oder der Gelenkinnenhaut bestehender, frei beweglicher Körper, der im Ellenbogen zu Einklemmungen und wechselnden Schmerzereignissen führt.
Ursache für die Bildung freier Gelenkkörper kann eine Abnutzung (Arthrose) oder auch z.B. eine Chondromatose (Erkrankung, die viele freie Gelenkkörper aus der Gelenkinnenhaut produziert.) sein.

Symptome

Es kann zu einem Einklemmungsgefühl mit Bewegungseinschränkungen mit einem Gefühl des „Knirschens“ und „Knackens“ kommen. Schmerzereignisse mit wechselnder Lokalisation im Ellenbogengelenk sind ebenfalls typisch.

Diagnose

Nach einer ausführlichen Untersuchung des Ellenbogengelenkes werden häufig Röntgenaufnahmen und ggf. ein Kernspintomogramm (MRT) zur Sicherung der Diagnose benötigt.

Therapie

Eine konservative Therapie ist bei entsprechenden Symptomen oft nicht sinnvoll, da die freien Gelenkkörper zu irreparablen Knorpelschäden führen können.
Therapie der Wahl ist eine Arthroskopie (Schlüssellochoperation) des Ellenbogengelenkes. Es werden die freien Gelenkkörper entfernt. In gleicher Sitzung kann auch die Grunderkrankung behandelt werden.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Osteochondrosis dissecans (Morbus Panner, Aseptische Knochennekrose)

An dieser Erkrankung leiden oftmals sportlich aktive Kinder und Jugendliche. Es kann dabei durch eine Minderdurchblutung im ellenbogennahen Oberarmknochen zu einer Ablösung des Knorpels kommen. Dadurch können freie Gelenkkörper entstehen.

Symptome

Die Symptome zeigen sich in belastungsabhängigen Schmerzen im Ellenbogen-gelenk. Häufig wird die Fehldiagnose „Tennisarm“ gestellt und eine falsche Therapie eingeleitet.

Diagnose

Neben der körperlichen Untersuchung ist das Kernspintomogramm (MRT) ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik.

Therapie

Im Frühstadium der Erkrankung kann eine konservative Therapie mit Reduktion der Belastung und Schonung des Armes erfolgreich sein. Im fortgeschrittenen Stadium ist oftmals eine Arthroskopie des Ellenbogengelenkes mit entsprechender Knorpeltherapie notwendig. Durch eine sog. Anbohrung (anterograde Anbohrung) des minderdurchbluteten Areals kann eine Knorpelneubildung ausgelöst werden.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Ellenbogenarthrose

Im Vergleich zu anderen Gelenken des Körpers wie das Hüft-, Knie- oder Schultergelenk tritt die Arthrose des Ellenbogengelenkes relativ selten auf. Es wird eine primäre (ohne erkennbare Ursache) von einer sekundären Arthrose (z.B. nach einem Unfall) unterschieden. Die Arthrose zeichnet sich durch einen schmerzhaften Verschleiß des Knorpels aus. Bewegungseinschränkungen des Ellenbogens sind entweder durch veränderte Weichteilverhältnisse oder durch knöcherne, mechanische Hindernisse bedingt. Ebenso können freie Gelenkkörper die Funktion des Ellenbogengelenkes einschränken.

Symptome

Neben den genannten Bewegungseinschränkungen können z.T. starke Schmerzen sowohl bei Belastung als auch in Ruhe auftreten. Zusätzlich kann auch eine Funktionseinschränkung des Handgelenkes daraus resultieren.

Diagnose

Neben der körperlichen Untersuchung spielen auch Röntgenaufnahmen eine wichtige Rolle in der Diagnostik. Ergänzend ist oftmals ein Kernspintomogramm (MRT) und/oder ein Computertomogramm notwendig.

Therapie

Zunächst sollte immer eine konservative Therapie mit entzündungshemmender Medikation, Infiltration oder z.B. manueller Therapie durchgeführt werden.
In den meisten Fällen benötigt das Gelenk jedoch eine operative Behandlung, beispielsweise eine Arthroskopie (Schlüssellochoperation) zur Entfernung von freien Gelenkkörpern, Abtragen von Knochenvorsprüngen und /oder Lösen von Verwachsungen (Arthrolyse).
Nur in Ausnahmefällen ist die Implantation einer Prothese (Kunstgelenk) notwendig.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Sulcus-ulnaris-Syndrom

Beim Sulcus-ulnaris-Syndrom handelt es sich um eine Nerveneinengung des N. ulnaris im Knochenkanal auf der Innenseite des Ellenbogens.

Symptome

Es kommt in Regel zu einem Kribbelgefühl bis zur Taubheit des 4. und 5. Fingers der Hand. Besteht die Nerveneinengung schon länger kann sich daraus eine Kraftminderung der Handmuskeln (Krallenhand) entwickeln.

Diagnose

Einer ausführlichen klinischen Untersuchung des Ellenbogens der betroffenen Seite sollte sich eine neurologische Untersuchung mit Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit anschließen. In Zusammenschau der Ergebnisse wird die entsprechende Therapie geplant.

Therapie

Liegt eine geringe Einengung des N. ulnaris auf der Innenseite des Ellenbogens vor sollte eine konservative Therapie mit entzündungshemmenden Maßnahmen und ggf. Schonung in einer Ellenbogenschiene erfolgen.
Bei fortgeschrittenem Kribbelgefühl bzw. Taubheit des 4. und 5. Fingers der betroffenen Seite und/oder erfolgloser konservativer Therapie sollte eine operative Freilegung (Neurolyse) oder auch „Verlagerung“ des Nervens durchgeführt werden.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.

Riss der Bicepssehne (distal)

Beim Anheben von schweren Lasten kann es bei bestehender Degeneration zum Abriss der Bicepssehne im Ellenbogengelenk kommen.

Symptom

Der Patient verspürt plötzlich einen starken Schmerz im Ellenbogengelenk auf der Vorderseite. Es tritt zusätzlich eine deutl. Kraftminderung bei der Beugung im Ellenbogengelenk gegen Widerstand auf.

Diagnose

Eine spezielle körperliche Untersuchung des Ellenbogengelenkes führt schnell zur Verdachtsdiagnose. Mit Hilfe eines Kernspintomogramms kann die Diagnose gesichert werden.

Therapie

Da die Bicepssehne für die aktive Beugung des Ellenbogengelenkes und für die Umwendbewegung des Unterarms wichtig ist sollte eine operative Refixation erfolgen.
Die Nachbehandlung erfolgt nach unserem speziellen Nachbehandlungsschema.